Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg

12.11.2012

IHK-Außenwirtschaftskonferenz: Türkei bietet vielfältige Geschäftschancen für die Berliner Wirtschaft

Pressemitteilung
Berlin, den 12.11.2012 - auch hier zu lesen

Die Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg trägt in diesem Jahr den Titel „Boom am Bosporus" und ist der Türkei gewidmet. Dort wächst die Wirtschaft branchenübergreifend in beeindruckendem Tempo. Durch diese Entwicklung hat das Land seine Position als wichtiger Handelspartner in der Welt weiter ausgebaut. Für Unternehmen bietet die starke wirtschaftliche Dynamik des Landes enorme Chancen. Im Rahmen der Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg(Externer Link), zu der heute ins Ludwig Erhard Haus in Berlin geladen wurde, wurden Wege aufgezeigt, die Chancen auf dem türkischen Markt zu erkennen und erfolgreich wahrzunehmen.

Anlässlich der Eröffnung der Außenwirtschaftskonferenz sagte IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer: „Die Berliner Wirtschaft sollte unbedingt von der positiven Entwicklung in der Türkei profitieren und die „Pole-Position" nutzen, die unsere Stadt in Richtung Türkei inne hat. Unsere Unternehmen sind aufgrund der engen Bindungen zur Türkei prädestiniert dafür, die vielfältigen wirtschaftlichen Chancen in erfolgreiche Geschäfte umzumünzen. Gleichzeitig stellen zusammen mehr als 5.300 türkische Unternehmen schon jetzt eine der wichtigsten ausländischen Unternehmergruppen in Berlin."

Hüseyin Avni Karslıoğlu, Botschafter der Republik Türkei: „Das Wachstum der türkischen Wirtschaft dauert trotz der Krise in Europa nach wie vor an. Dies wurde auch von den internationalen Ratingagenturen vor kurzem bestätigt. Das neue Förderungssystem bietet ausländischen Investoren großartige Möglichkeiten."

Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer erklärte anlässlich ihres ersten offiziellen Besuchs im Haus der Berliner Wirtschaft: „Der Handel zwischen Berlin und der Türkei wächst stetig. Im Zeitraum 2008 bis 2011 sind die Berliner Exporte in die Türkei um ca. 70 Mio. EUR gewachsen, von 2010 zu 2011 betrug die Wachstumsrate 3,2 %. Die im neuen türkische Investitionsfördergesetz definierten Ziele - insbesondere die Förderung von Hochtechnologieproduktion wie z. B. den Umwelttechnologien - bieten Ansätze auch für Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Berlin mit den Kompetenzen in Logistik/Verkehr, bei den erneuerbare Energien und in der Gesundheitswirtschaft. Mit der überarbeiteten Richtlinie zur Außenwirtschaftsförderung unterstützen wir kleine und mittlere Unternehmen noch gezielter bei der Erschließung ausländischer Märkte."

„In den letzten fünf Jahren haben sich sowohl die brandenburgischen Ausfuhren in die Türkei als auch unsere Einfuhren aus der Türkei mehr als verdoppelt", so Henning Heidemanns, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg. „Die türkische Wirtschaft entwickelt sich zurzeit sehr stark und in den nächsten Jahren stehen erhebliche Investitionen in die Verkehrs- und Energieinfrastruktur an. Insgesamt zeigt diese Dynamik, dass der türkische Markt für die Unternehmen aus der deutschen Hauptstadtregion noch vielversprechende Potenziale bietet, die wir zum beiderseitigen Vorteil erschließen sollten", so der Staatssekretär weiter.

Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Präsident der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) sagte: „Der türkische Markt ist für Investoren sehr attraktiv. Insbesondere das anhaltend überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum, sinkende Inflationswerte und die junge und konsumfreudige Bevölkerung ziehen vermehrt deutsche Unternehmen an: Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres betrug der Wert der deutschen Direktinvestitionen rund 235 Millionen Euro. Die verbesserten rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen zudem mehr Sicherheit für ausländische Geschäftstätige. Gemeinsam mit unseren Partnern stehen wir als TD-IHK Interessierten, die sich am Bosporus engagieren möchten, beratend und unterstützend zur Seite."

Hintergrund
Die Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Im Zuge der Veranstaltung wurden Unternehmen aus der Hauptstadtregion Wege aufgezeigt, die Chancen auf dem türkischen Markt zu erkennen und wahrzunehmen. Darüber hinaus gab es Informationen zu den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zur Finanzierung des Türkeigeschäfts. Unternehmer berichten aus verschiedenen Branchen von ihren Erfahrungen. An der Veranstaltung nahmen mehr als 180 Unternehmer teil. Zuletzt standen im vergangenen Jahr die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) im Mittelpunkt der Außenhandelskonferenz.

 

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